Schnappschuss (2013-06-07 14.46.44)Methodik individueller Versorgung

Die NaFAG beschäftigt sich überwiegend mit Fragenstellungen aus dem Aufgabeschwerpunkt 3 „Methodik individueller Versorgung“.  Das heißt das Forschungsinteresse setzt auf der Mikroebene an und gilt Fragen nach der Methodik einer rehabilitationszielorientierten Bedarfsermittlung genauso wie Ansätzen für die Analyse und Bearbeitung von Nutzungsbarrieren.

Mit unseren Aktivitäten verbinden wir folgende Anliegen:

  • Verbesserung des Versorgungsprozesses durch Beratung herausstellen
  • Wichtigkeit der Hilfsmittel herausstellen
  • Einen Beitrag leisten zur Transparenz des Ist-Zustands der aktuellen Struktur der HiMi-Versorgung
  • Darstellung der Ergebnisqualität von Versorgungen ermöglichen
  • Zusammentragen von neuesten Erkenntnissen und „best practice“ bei der Hilfsmittelversorgung
  • Impulse für Akteure im Bereich Versorgung, Ausbildung, Beratung geben
  • Ein tragendes Netzwerk bilden

Aus therapeutischer Sicht besonders interessant ist der Blick auf Beratungsangebote, die das Versorgungsergebnis maßgeblich beeinflussen. Kann man die Hilfsmittelversorgung durch optimierte Beratung, bessere Ablaufplanung und den gezielten Einsatz von Assessments innerhalb des Beratungsprozesses verbessern? Wie kann eine optimierte Beratung in der konkreten Umsetzung aussehen, was kennzeichnet ein gutes Versorgungsergebnis und welchen Beitrag können Fachkräfte unterschiedlicher Disziplinen hierzu leisten? In dem Artikel „Erste Schritte zur Optimierung der Hilfsmittelversorgung in Deutschland“ in der Fachzeitschrift Ergotherapie & Rehabilitation (Ausgabe 1/2013)  haben wir unser Forschungsinteresse und die Arbeit des AK3 ausführlicher beschrieben.

Die NaFAG geht aktuell folgenden Fragegestellungen nach:

  • Lassen sich individuelle Hilfsmittelversorgungen durch Beratung, optimierte Ablaufplanung und den gezielten Einsatz von Assessments verbessern? Ein wesentliches Ziel der Bemühungen ist es daher, Richtlinien und Werkzeuge für die Optimierung des Versorgungsprozesses zu erarbeiten und zusammenzustellen. Dieser Prozess ist vielschichtig und interdisziplinär angelegt, wie bereits in den Lösungsoptionen der DVfR (2009) ausgeführt wird. Seine Koordination stellt in der Versorgungs-Praxis vielfach ein Problem dar, dem bislang nur wenig Beachtung geschenkt wird. Neben beratungsunterstützenden Assessmentverfahren werden Fragen zur interdisziplinären Zusammenarbeit bei der Versorgungs-, Rehabilitations- und Hilfeplanung, zur Koordination einzelner Maßnahmen im Versorgungsprozess sowie zur Refinanzierung von Beratungsdienstleistungen bearbeitet.
  • Ein weiteres Forschungsinteresse existiert bezüglich der Kriterien für eine gute Versorgungslösung, da es bislang nur wenige gesicherte Erkenntnisse darüber gibt, welche Wirkungen Hilfsmittelversorgungen entfalten können. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich Optimierungsbemühungen bei den Prozessen bzw. Abläufen positiv in der Ergebnisqualität bemerkbar machen und helfen können, Fehlversorgungen und Non-Use-Phänomene zu reduzieren. Hierzu wurde online eine Expertenbefragung durchgeführt.

Haben Sie Interesse, in unserem Arbeitskreis mitzuwirken? Über das Kontaktformular können Sie gerne eine Mitteilung senden!

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